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OSC behält im Lokalderby die Oberhand

Templiner Vorstadt, den 01.02.2010
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Ungefährdet siegte Wasserball-Bundesligist OSC Potsdam im Lokalderby gegen den ASC Brandenburg am Sonnabend im Brauhausberg-Bad 14:9 (4:2, 4:2, 2:1, 4:4). Vor über 300 frenetischen Zuschauern waren die Hausherren eine Klasse besser und entschieden die Begegnung auch in der Höhe vollkommen verdient.

 

Mit jetzt 9:1 Punkten haben sich die Potsdamer auf den zweiten Platz der Hauptrundengruppe B geschoben, während der ASC mit 2:8 Zählern auf dem sechsten Platz des Achterfeldes verbleibt. „Der Tabellenstand ist trügerisch", weiß Potsdams Coach André Laube. „In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wohin der Weg in dieser Saison geht." Nach dem Auftaktprogramm mit nur einem Auswärts- und vier Heimspielen folgen nun eine Reihe von Partien in der Fremde. „Der absolute Hammer-Spieltag steht schon am nächsten Wochenende an", so Laube. Am Samstag geht es zum Spitzenreiter WU Magdeburg (10:0 Punkte), tags darauf zum Dritten SV Weiden (8:2).

 

Bis dahin müssen noch eine Reihe von Fehlern ausgemerzt werden, um überhaupt eine Chance bei den heimstarken Gegnern zu haben. „Neun Gegentore waren viel zu viel", wetterte auch Alexander Tschigir, Weltklasse-Torhüter von Spandau 04 und Co-Trainer beim OSC. „Gerade in der zweiten Halbzeit war die Fehlerquote viel zu hoch."

 

Eine sehr stabile erste Halbzeit ebnete am Ende den Erfolg gegen Brandenburg. Zwei toll vorgetragene Konter in den ersten Minuten führten durch Marc Langer und Kapitän Jacob Drachenberg zum 2:0. Nach dem Anschlusstreffer des ASC traf Philip Uhlig zum 3:1. Kurz darauf parierte  Potsdams starker Keeper Paul Seidler einen Strafwurf, musste aber wenig später doch das 3:2 hinnehmen. Nach einer Zeitstrafe gegen Brandenburg traf Nationalspieler Hannes Schulz in Überzahl zum 4:2.

 

Im zweiten Durchgang hatte der OSC das Spiel vollkommen unter Kontrolle. Treffer von Center Stefan Frank, Uhlig, Klaus Einhorn und Langer führten zur komfortablen 8:4-Halbzeitführung. Auch nach der Pause fanden die Potsdamer wieder gut ins Spiel und erhöhten im dritten Viertel durch Frank und Florian Lemke auf 10:4. Zwei Minuten vor Ende  des Abschnitts wurde Brandenburgs Maximilian Stresow nach einer Tätlichkeit für den Rest des Spieles aus dem Wasser gewiesen. Potsdam bekam einen Strafwurf zugesprochen und blieb vier Minuten in Überzahl. „Warum wir danach so konfus gespielt haben, ist mir ein absolutes Rätsel", sagte Laube. Der 5-Meter wurde verschossen und innerhalb der langen Überzahl-Zeit erzielte der OSC keinen Treffer, während der ASC mit einem Mann weniger sogar zwei Tore zum 10:6 markierte.

 

Erst als die Gäste wieder komplett waren, fingen sich die Potsdamer wieder und trafen dreimal in Folge zum 13:6 (Einhorn, Schulz, Lemke). Christoph Grabbert erzielte Potsdams 14. Treffer, während der sechsmalige Torschütze und zum „Spieler des Tages" ernannte Sebastian Mischur noch drei Buden für Brandenburg zum 14:9-Endstand machte.

 

Potsdam: Paul Seidler, Christoph Grabbert (1), Klaus Einhorn (2), Stephan Hartkopf, Stefan Frank (2), Jacob Drachenberg (1), Philip Uhlig (2), Tobias Lentz, Florian Lemke (2), Hannes Schulz (2), Marc Langer (2), Axel Krzenciessa, Christoph Schmidt

 

Foto: Stefan Walter